NRW-Modellregion Cybersicherheit
Bergisches Städtedreieck
Digitale Sicherheit beginnt bei uns.
Veranstaltung „Incident Response – was muss ich tun, wenn es mich erwischt hat?“ am 19. Mai 2026
Vorbereitung ist gut, der Belastungstest ist besser: Bei der dritten Veranstaltung unserer Reihe in der Stadtsparkasse Wuppertal ging es ans Eingemachte. Die Teilnehmenden verließen die Zuschauerrolle und wurden mitten in einer packenden Echtzeit-Krisensimulation selbst zu Akteuren im fiktiven Krisenstab.
Den Auftakt des Abends machte das Kriminalkommissariat 25 (Computerkriminalität) des Polizeipräsidiums Wuppertal. Die Ermittler gaben dem Publikum einen seltenen, ungeschminkten Einblick in die aktuelle polizeiliche Bedrohungslage im digitalen Raum. Ihr Vortrag verdeutlichte nicht nur, wie die Polizei bei Ermittlungen vorgeht, sondern zeigte auch wie gut die Sicherheitsbehörden bei der Verfolgung von Straftaten aufgestellt sind.
Der absolute Höhepunkt des Abends war die anschließende Krisensimulation, die von Lars Niggemann, dem Gründer des Wuppertaler Startups Prevency GmbH, durchgeführt wurde. Nun durften die Teilnehmer die verschiedenen Rollen eines Krisenstabs für ein fiktives Stadtwerk übernehmen. Besetzt wurden strategische Kernpositionen von HR, Lagemanagement und Finanzen bis hin zur Public Relations.
Das Szenario – ein eskalierender Cyberangriff, der von der Erpresser-Mail bis zur simulierten Veröffentlichung von Meldungen über kontaminiertes Trinkwasser reichte – forderte jede Rolle gleichermaßen. Unter realem Zeitdruck entwickelte sich eine dynamische Krisensitzung. Dabei traten die kritischen Herausforderungen bei der Prioritätensetzung und der strategischen Krisenkommunikation deutlich hervor. Die Teilnehmer erlebten hautnah, wie komplex das Zusammenspiel der Fachbereiche ist und wie verheerend die operativen sowie auch reputativen Folgen eines Cyberangriffs im Ernstfall sein können.
Das fiktive Krisenszenario machte eines unmissverständlich klar: Im Ernstfall entscheidet nicht nur das IT-Wissen. Neben der rein technischen Reaktion sind eine strukturierte Vorgehensweise sowie eine glasklare, gut funktionierende interne Kommunikation fundamental, um einer eskalierenden Cyberkrise effektiv entgegenzuwirken.
Wie wichtig der anschließende Austausch ist, zeigte sich auch diesmal: Bei Drinks und Snacks wurden in der Q&A-Session und beim Networking die erlebten Dynamiken reflektiert. Was hat im Krisenstab funktioniert? Was nicht? Die mitgebrachten Laptops wurden zugeklappt, aber die Köpfe rauchten weiter vor neuen, praxisnahen Erkenntnissen.
Ausblick auf die kommende Veranstaltung: Human Hacking – Warum Mitarbeitende die beste Firewall sind
Schutz und Krisenmanagement sind wichtig – doch wie packen wir das Problem an der sprichwörtlichen Wurzel? Cyberangriffe beginnen heute nur noch selten mit einer rein technischen Sicherheitslücke, sondern fast immer beim Menschen. Angreifer nutzen gezielt Vertrauen, Stress oder Unsicherheit aus. Genau hier setzen wir bei unserem nächsten Termin an: Am 24. Juni 2026 dreht sich im Galileum Solingen alles um den Faktor Mensch.
Wir zeigen Ihnen anhand realer Beispiele, wie psychologisches Social Engineering, Phishing oder Deepfake-Angriffe funktionieren – und wie Sie Ihr Team ohne Angstkultur, sondern durch Verständnis und klare Prozesse zur wichtigsten Verteidigungslinie Ihrer IT-Sicherheit machen. Zudem widmen wir uns einem weiteren Kernbaustein: Dem IT-Notfallplan, der Ihr Unternehmen auch unter Stress schnell wieder handlungsfähig macht.










